Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich stetig, die Klimakrise wird immer spürbarer und die Spaltung der Gesellschaft nimmt weiter zu. Wir wollen nicht länger zuschauen, sondern handeln!
Die Alternative Linke ist die einzige Partei im Winterthurer Stadtparlament, die aus dem vorherrschenden System ausbrechen will und die weiss, dass die Zeit für radikale Forderungen und Veränderungen gekommen ist.
Für eine neue, soziale Gemeinschaft – für eine Stadt, die sich alle leisten können!
Grundrechte gelten für alle. Entscheidungen, die Menschen direkt betreffen, treffen wir nur mit ihnen – nicht über ihre Köpfe hinweg. Die Rechte und die Sicherheit von Minderheiten müssen gestärkt werden. Wir kämpfen deshalb für faire Verfahren, echte politische Teilhabe und eine Gesundheitsversorgung, die niemanden ausschliesst. Jeder Mensch verdient würdevolle Behandlung und gleichberechtigten Zugang zu allen öffentlichen Dienstleistungen.
Wir haben in den vergangenen Jahren erreicht, dass die Einbürgerung durch unser Zutun standardisiert wurde. Dies macht die Entscheidung zur Einbürgerung nicht mehr abhängig von willkürlichen Einzelbeurteilungen durch ein Einbürgerungsgremium. Damit haben wir einen wichtigen Schritt zu mehr Rechtssicherheit und Gleichbehandlung gemacht. Die Diskriminierung im Einbürgerungsprozess konnte deutlich reduziert werden.
Wir fordern die Abschaffung von Racial Profiling. Diskriminierende Polizeikontrollen dürfen nicht länger hingenommen werden.
Zudem fordern wir, dass Demonstrationen und politische Aktionen nicht länger bewilligungspflichtig sein müssen. Das Versammlungsrecht ist ein fundamentales Grundrecht, das nicht unter Genehmigungsvorbehalt stehen darf. Die polizeiliche Repression gegen friedliche Protestierende muss enden.
Wir fordern weiter den massiven Ausbau von Schutzräumen für gewaltbetroffene Personengruppen sowie flächendeckende präventive Täterarbeit. Partizipatives Vorgehen bei allen städtebaulichen Veränderungsprozessen, die betroffenen Personengruppen müssen unabhängig von ihren Bürgerrechten konsequent einbezogen werden. Wer von politischen Entscheidungen betroffen ist, muss auch mitentscheiden können.
Winterthur soll ein sicheres Zuhause für alle sein. Die AL kämpft dafür, dass alle Menschen unabhängig von ihrem Einkommen in der Wohnform leben können, die ihren Bedürfnissen entspricht. Wir setzen uns ein für durchmischte Quartiere mit hoher Lebensqualität, die niemanden verdrängen. Wohnraum ist keine Ware, sondern ein Grundrecht.
Wir haben erreicht, dass städtisches Land nur noch im Baurecht abgegeben werden darf. Damit bleibt der Boden in öffentlicher Hand und wird dem Spekulationsmarkt dauerhaft entzogen. Mit dem erfolgreichen Referendum zum Campingplatz Schützenweiher konnten wir zuammen mit den dortigen Bewohner:innen eine Luxussanierung auf Kosten von Menschen mit kleinem Portemonnaie vorerst stoppen.
Wir fordern, dass die Stadt Orte schafft, an denen auch alternative Wohnformen möglich sind.
Die Stadt muss zudem eine aktive Rolle bei den Bodenpreisen übernehmen und durch grossflächigen Landkauf genossenschaftliches Wohnen für alle möglich machen. Diese Rekommunalisierung ist der Schlüssel zu einer sozial gerechten Wohnpolitik.
Wir fordern weiter die Stärkung unserer Quartiere durch mehr nicht kommerzielle Räume und mit echter Durchmischung. Nur so entstehen lebendige Nachbarschaften, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Einkommensklassen zusammenleben können.
Winterthur braucht mehr Orte zum Atmen: Parks, Bänke und Plätze, die frei zugänglich sind. Die Stadt lebt von ihren Freiräumen – sie sind Orte, an denen Ruhe und Bewegung, Natur, Kultur und Menschen zusammenkommen. Öffentlicher Raum gehört allen und darf nicht dem Kommerz überlassen werden.
Wir haben mit der Umverkehr Initiative einen wichtigen Schritt für mehr Lebensqualität im Stadtgebiet erreicht. Nun muss diese konsequent umgesetzt werden, damit unsere Strassen und Plätze zu echten Begegnungsorten werden.
Wir fordern Räume für Kunst und Kultur ohne Konsumzwang sowie mehr öffentliche Gelder für die Sub- und Jugendkultur. Wir setzen uns für die Förderung eines breiten Kulturangebots ein und fordern mehr öffentliche Gelder zum Beispiel für ein Grundeinkommen für Kunst.
Zudem fordern wir die Einschränkung der Werbung im Stadtbild. Kommerzielle Botschaften dominieren bereits viel zu viele Orte in unserer Stadt. Wir brauchen mehr Grün- und Freiflächen statt Werbeflächen, mehr Raum für Menschen statt für Marketing.
Unsere Stadt lebt von Nähe und Zusammenhalt. Wir wollen ein Winterthur der guten Nachbarschaft: Solidarische Gemeinschaften, in denen die Bewohner:innen füreinander da sind und Aufgaben gemeinsam tragen. Menschen brauchen unabhängig von Behinderung, Einkommens- oder Aufenthaltsstatus einen niederschwelligen Zugang zur staatlichen Grundversorgung. Diese soll sich am Gemeinwohl orientieren und so organisiert sein, dass auch das Personal von fairen Bedingungen profitiert.
Wir haben einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass die Klimaziele Netto Null bis 2040 erreicht werden müssen. Diesen wichtigen Erfolg haben wir gemeinsam mit der Klimabewegung erkämpft und wir machen uns weiterhin stark für die konsequente Umsetzung diesers Ziels.
Wir fordern eine Vier-Tage-Woche und wirkungsvolle Hitzeschutzmassnahmen für alle arbeitenden Menschen. Wir kämpfen gegen die offensichtliche und schleichende Privatisierung öffentlicher Dienste. Grundversorgung gehört in öffentliche Hand und darf nicht dem Profitstreben unterworfen werden.
Zudem setzen wir uns für eine auf den Velo- und Fussverkehr ausgerichtete Infrastruktur ein. Unsere Stadt muss für die Menschen da sein, die sich zu Fuss oder mit dem Velo fortbewegen, nicht nur für den motorisierten Indiviualverkehr.
Wir fordern den Tiefbahnhof Winterthur, der unsere Stadt entlastet und neue Möglichkeiten für nachhaltige Mobilität schafft.
Eine Schule, die allen offensteht, stärkt unsere Gesellschaft. Wir wollen ein Schulsystem, das alle Kinder und Jugendlichen fördert und niemanden zurücklässt. Schluss mit der frühen Auslese und der Abstempelung von Kindern. Wir setzen uns ein für durchlässige Strukturen, die individuelle Förderung ermöglichen und soziale Durchmischung stärken. Echte Chancengerechtigkeit entsteht nur durch ein inklusives Bildungssystem, in dem alle willkommen sind.
Wir haben wichtige Schritte in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit gemacht. Doch es bleibt noch viel zu tun, um das Winterthurer Schulsystem wirklich gerecht und zukunftsfähig zu gestalten.
Wir fordern ein eigenständiges, städtisches Modell für Kinderbetreuung mit bezahlbaren, einkommensabhängigen Tarifen und fairen Arbeitsbedingungen für das Personal. Kinderbetreuung darf kein Luxus und kein Geschäftsmodell sein.
Wir fordern weiter die Abschaffung der C-Klassen auf der Sekundarstufe und die Wiedereinführung der durchlässigeren Anforderungsstufen mit individuellen Lernniveaus. Wir fordern zudem die Tagesschule für alle: Ein Winterthurer Modell, das Schule und Betreuung endlich vernünftig verzahnt. Ganztagsangebote ohne Sozialauslese, damit Eltern arbeiten und Kinder gefördert werden können. Schluss mit dem Flickwerk!
Wir fordern einen transparenten Schulzuteilungsprozess, der soziale Durchmischung und Chancengerechtigkeit fördert. Inklusion ist kein Projekt, sondern Pflicht.
Die Schule muss für alle Kinder und Jugendliche funktionieren, mit mehr Personal, Kreativität und wissenschaftlich fundierten Konzepten.
Und wir fordern Respekt für die Mitarbeitenden im gesamten Bildungsbereich: Faire Löhne, weniger Bürokratie und mehr Gesundheitsschutz. Nur mit guten Arbeitsbedingungen kann gute Bildung gelingen.